Kultururlaub in Ostfriesland

Ostfriesland ist eine sehr beliebte Urlaubsregion in der Bundesrepublik Deutschland und wird jährlich von sehr vielen Touristen frequentiert.

Ein großer Anteil der Ostfriesland Urlauber interessiert sich hauptsächlich für die Nordseeküste Ostfrieslands und natürlich für die ostfriesischen Inseln, da diese Urlauber dort im Rahmen eines klassischen Badeurlaubes den Strand und das Meer genießen wollen.

Es gibt jedoch auch Ostfriesland Urlauber, die im Rahmen ihres Ferienaufenthaltes auch möglichst viel über ihr Urlaubsziel in Erfahrung bringen möchten.

Diesen Kultururlaubern unter den Ostfriesland Touristen sollen im Folgenden ein paar interessante Stationen vorgestellt werden, die man in Rahmen von Ausflügen ansteuern kann und die wirklich einen Besuch wert sind.

Der erste Tipp eignet sich insbesondere für Kunstfreunde, denn diese sollten im Verlauf ihres Ostfriesland Urlaubes unbedingt einmal die Kunsthalle in der Seehafenstadt Emden aufsuchen.

Blick auf die Kunsthalle in Emden

Blick auf die Kunsthalle in Emden

Die Kunsthalle in Emden ist eine Stiftung des ehemaligen Chefredakteurs des „Stern“, „Henri Nannen“, der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts seiner Heimatstadt mit der Kunsthalle ein Geschenk machte.

Die Emder Kunsthalle genießt überregional einen sehr guten Ruf und man kann sich dort, neben Teilen der Kunstsammlung des „Henri Nannen“ auch Kunstwerke bedeutender Künstler, sowie interessante Wechselausstellungen betrachten.

Neben der Kunsthalle, die man ganz zentral in der Stadt Emden findet, verfügt die Seehafenstadt auch noch über andere interessante Museen, wie beispielsweise das ebenfalls zentral gelegene „Ostfriesische Landesmuseum“, so dass kulturell interessierte Ostfriesland Urlauber für einen Ausflug in die Stadt Emden durchaus etwas Zeit einplanen sollten.

Das nächste interessante Museum, welches hier kurz vorgestellt werden soll, erreicht man, wenn man von Emden aus über die Bundesstraße B72 in Richtung Aurich fährt, denn kurz vor Aurich liegt die Ortschaft Moordorf, wo man das „Moormuseum Moordorf“ vorfindet.

Moor Museum

Eingangsbereich des Moormuseums in Moordorf

Im Moordorfer Moormuseum, dessen Eingangsbereich Sie auf dem obigen Bild sehen können, kann man sich über einen sehr interessanten Teil der ostfriesischen Geschichte informieren, der Zeit, als die Moore kultiviert wurden.

Im Museum wird äußerst anschaulich präsentiert, in welch kärglichen Verhältnissen die Menschen seiner Zeit leben mussten, die sich nur deshalb in die Moorgegenden begaben, da sie seiner Zeit von den wenigen reichen Marschbauern Ostfrieslands als Hilfskräfte quasi wie Sklaven behandelt wurden und deshalb getreu dem Motto: „Lever dot als slav“ (Lieber tot sein, als Sklave) die ostfriesischen Moore besiedelten, um sich dort eine neue Existenz zu schaffen.

Einen anderen Teil ostfriesischer Geschichte kann man nachvollziehen, wenn man die Bundesstraße B72 von Emden aus nicht ganz bis zur Ortschaft Moordorf fährt, sondern in der Ortschaft Georgsheil nach links Richtung Norden/Norddeich weiterfährt, da man dann die Ortschaft Marienhafe passiert.

Mitten in Marienhafe findet man einen sehr markanten Kirchturm (siehe Bild unten), der ebenfalls auf eine sehr interessante Geschichte zurückblicken kann.

Der Störtebekerturm in Marienhafe

Der Störtebekerturm in Marienhafe

In diesem Kirchturm soll kein geringer, als der bekannte Pirat: „Störtebeker“, für längere Zeit Zuflucht vor seinen Verfolgern gefunden haben.

Störtebeker, der damals im Übrigen auch die Tochter eines ostfriesischen Häuptlings geheiratet haben soll, lebte in einer kleinen, verliesartigen Kammer in diesem Kirchturm, in der heute ein entsprechendes Museum eingerichtet wurde.

Fährt man die Bundesstraße von Marienhafe aus weiter bis nach Norddeich, gelangt man zur letzten, hier empfohlenen Ausflugsstation, denn in Norddeich befindet sich die „Seehundstation“ (siehe Bild unten), die Ostfriesland Urlauber auf jeden Fall einmal aufsuchen sollten

Die interessante Seehundaufzuchtsstation in Norddeich

Die interessante Seehundaufzuchtsstation in Norddeich

In dieser Seehundaufzuchtsstation kann man nicht nur junge Seehunde beobachten, die dort aufgezogen werden, sondern man kann sich zudem sehr umfassend über das Leben von Seehunden, die Nordseeküste und den „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ informieren.

Mit seinem Eintrittsgeld unterstützt man im Übrigen noch die Seehundstation und kann somit mithelfen, Seehundbabys, die von ihren Müttern getrennt wurden (Heuler), das Leben zu retten.

Günter Dehne
Betreiber einer Ostfriesland Website

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Katagorie: Deutschland


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